Historie Friedenshöhe

Vom Ausflugslokal zum Pflegeheim

Weit vor der Stadt, an der Landstraße nach Lichtenstein und dem Abzweig in Richtung Hohenstein wurde 1848 das Gebäude des heutigen Pflegeheims errichtet. Als erste Besitzerin ist 1851 Johanne Juliane Dößler genannt. Die Realkonzession für den Gasthof wurde Anfang 1854 erteilt. Da sich von dieser Höhe (319 m) ein guter Ausblick ins Land bot, wurde das Lokal „Bellevue" genannt. Offenbar hatte nicht jeder Wirt eine gute Hand die günstige Lage zu nutzen, so wechselte das Gasthaus oft den Besitzer. Im Jahr 1892 änderte Karl Heinrich Sarfert den Namen „Bellevue" in „Friedensburg". 1900 besaß der Gasthof -  nun wieder „Bellevue" -  elf Räume mit Gasbeleuchtung und fünf Räume mit einer elektrischen Beleuchtung. Betreiber war damals Paul Gustav Sindermann, der nach dem Bau des Bismarckturmes den Gasthof in „Bismarckhöhe" umbenannte. 1912 veranlasste er erweiternde und verschönernde Baumaßnahmen. Nach seinem Tod 1919 führte seine Witwe die Gaststätte weiter. Unter dem Namen Kirmse blieb die „Bismarckhöhe" bis 1933 im Besitz der Familie. Dann übernahmen die Aktien-Brauerei Glauchau, später die Union-Brauerei Zwickau und schließlich 1953 die Stadtgemeinde Glauchau das Objekt.

Nach Umbauarbeiten konnte ab 1956 das Gebäude als „Feierabendheim Friedenshöhe" mit bis zu 65 Plätzen genutzt werden. Die im Jahr 1993 gegründete Städtische Altenheim gGmbH übernahm 1994 die „Friedenshöhe" als Seniorenheim. Im Jahr 1998 wurde das Heim aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Seitdem wurde der Gedanke zielstrebig verfolgt, die Bewohner aus dem Gebäude im Rümpfwald in die „Friedenshöhe" zu verlegen. Voraussetzung dafür war ein kompletter Um- und Anbau der vorhandenen Bausubstanz. Am 08. Juli 2006 konnte der schöne und zweckmäßig gestaltete Komplex eingeweiht werden.

 

Wir danken Herrn Ulrich Schleife, Denkmalverein Glauchau e. V., für die Bereitstellung der Daten.

 

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